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Kindermotorrad Ratgeber – Alle Infos im Überblick

Das Motorrad gehört schon seit Dekaden zu den beliebtesten Fahrzeugen überhaupt. Riesige Fangemeinden haben sich um dieses Vehikel gebildet, auf den Straßen sind sie vor Allem im Sommer allgegenwärtig. Dabei dient das Motorrad in erster Linie nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern ist ein Hobby. Damit schon die Kleinen in diesen Kult reinschnuppern können, wurde das sogenannte Kindermotorrad erfunden. Ein schönes Hobbyfahrzeug wie Kinder, ähnlich wie ein Scooter.

Kindermotorräder sind optisch oftmals den „Echten“ Modellen nachempfunden, z.b. ein Kindermotorrad, was für die Kinder natürlich sehr besonders ist. Logischerweise haben die Kids mit diesen Rädern unheimlich viel Spaß, was das Kindermotorrad zum perfekten Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk macht. Vorher sollten allerdings einige grundlegende Dinge vor dem Kauf beachtet werden, denn es gibt verschiedene Arten von Kindermotorrädern. All das klären wir im Folgenden!

Kindermotorrad Ratgeber

Die unterschiedlichen Arten von Kindermotorrädern

Bevor man sich ein Kindermotorrad anschafft, sollte man sich erstmal bewusst werden, welche Typen es überhaupt gibt.

Kindermotorrad Laufrad

Für die jüngste Altergruppe ist das Kindermotorrad als Laufrad interessant. Mit unter 3 Jahren wäre es viel zu gefährlich, das Kind auf einem motorbetrieben Vehikel durch die Gegend zu fahren. In diesem Alter fehlt nicht nur die Erfahrung, sondern auch Balancegefühl und Koordinationsfähigkeit. Diese Dinge gilt es zunächst mal zu trainieren. Ein Kindermotorrad Laufrad ist dafür wie geschaffen. Abgesehen vom Design gibt’s dabei kaum große Unterschiede zu einem normalen Laufrad aus Holz. Außer, dass Kindermotorrad Laufräder in der Regel aus Kunststoff gefertigt sind.

Pocketbike

Sobald das Kind schon etwas älter ist und bereits etwas Erfahrung auf dem Laufrad oder einem Kinderroller gesammelt hat, könnte man über ein sogenanntes Pocketbike nachdenken. Pocketbikes besitzen meistens einen 49ccm Zeitaktmotor, der entweder mit Benzin oder elektrisch betrieben wird. Die Schaltung funktioniert dabei ähnlich wie bei einem Roller. Optisch machen diese Geräte einiges her, denn sie sehen wirklich wie echte Motorräder aus. Häufig sind die Design direkt an bekannte Marken, beispielweise Kawasaki, angelehnt. Nur eben in kleinerer Ausführung. Teilweise erreichen diese kleine Raser unfassbare Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h!

Pocketbikes sind mit einer nicht so starken Federung ausgestattet, weshalb das bevorzugte Nutzungsmilieu gerade, gut asphaltierte Strecken sein sollten. Am Straßenverkehr darf man nicht teilnehmen, Pocketbikes besitzen keine Straßenzulassung!

Dirtbikes

Dirtbikes sind mehr oder weniger die „Königsklasse“ des Kindermotorrads. Diese sind vom Design und Aufbau her an Motocrossräder angepasst. Meistens werden sie, ähnlich wie das Pocketbike, von einem Zweitaktmotor angetrieben, mit 125ccm Hubraum. Da diese Geräte explizit für die Nutzung im Gelände ausgelegt sind, ist die Federung um einiges stärker und ausgereifter als beim Pocketbike. Dirtbikes sind wirklich nichts für Anfänger. Wir raten dazu, je nach Alter erstmal Erfahrung mit dem Laufrad zu sammeln, dann aufzusteigen mit dem Pocketbike, und nach Wunsch danach auf das Dirtbike zu setzen!

Was für ein Kindermotorrad Typ ist ab welchem Altern sinnvoll?

Für Kinder unter 3 Jahren:

Kleinkinder haben meist noch Schwierigkeiten mit der Balance und der Koordinationsfähigkeit. Diese gilt es zunächst zu erlernen. Am Besten funktioniert das mit dem Laufrad Kindermotorrad. Hierbei hat das Kind immer Körperkontakt zum Boden mit beiden Beinen und somit volle Stabilität. Dabei kann es perfekt die Schwerpunktverlagerungen auf dem Motorrad üben.

Für Kinder mit 3-5 Jahren:

Im typischen Kindergartenalter kann man dann so langsam an die motorisierten Gefährte gehen. In diesem Alter raten wir zunächst zum Elektro Kindermotorrad. Wichtig hierbei ist die maximale Geschwindigkeit. Falls sich das Motorrad nicht drosselt lässt, sollte diese Schrittgeschwindigkeit, also ca. 5km/h, nicht überschreiten. Für den Einstieg sollte die Geschwindigkeit eher niedrig sein, damit das Kind in Ruhe ein Gefühl für die Lenkung und das Fahren an sich bekommt.

Je nach Erfahrung kann zunächst auch ein Modell mit 3 Rädern Sinn machen. Dies gibt nochmals zusätzliche Stabilität.

Für Kinder ab 5 Jahren:

Kindern ab 5 Jahren steht grundsätzlich die Welt der Kindermotorräder offen. Dennoch sollte man seinem 5 Jährigen Kind nicht direkt ein Dirtbike mit Höchstgeschwindigkeiten von 50 km/h hinstellen. Das sollte klar sein. Denn solche Geräte sind offiziell eigentlich erst ab 16 Jahren erlaubt, aufgrund der hohen Höchstgeschwindigkeiten. Aus diesem Grund haben diese Art Kindermotorräder oftmals gar keine Altersfreigabe für unter 10 Jahren.

Damit Pocketbikes und Dirtbikes auch für Jüngere als 16 Jahren genutzt werden können, besteht häufig die Möglichkeit, das Kindermotorrad auf 15 – 20km/h zu drosseln. Damit können es, bei ausreichender Erfahrung, auch schon unter 10 Jährige fahren. Die Schutzkleidung sollte aber dabei nie vergessen werden!

Kindermotorrad mit Elektromotor

Das Elektro Kindermotorrad ist bereits für kleinere Kinder ab 4 Jahren geeignet, da es in der Regel geringere Höchstgeschwindigkeiten aufweist. Wobei das natürlich von Modell zu Modell stark variieren kann. Mittlerweile gibt es auch schon Elektro Dirtbikes, die bis zu 50km/h schaffen. Elektro Kindermotorräder haben einige Vorteile, im Vergleich zum Benzinmotor:

  • Günstigere Haltung, Aufladen des Elektroakkus deutlich günstiger als Nachfüllen von Benzin
  • Keinerlei Abgase oder Lärm
  • Können auch in der Wohnung genutzt werden, somit vom Wetter unabhängig

Elektro Kindermotorrad – darauf sollte beim Kauf geachtet werden

Kindermotorräder sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Was zur Folge hat, dass immer mehr Modelle auf den Markt drängen und der Markt immer unübersichtlicher wird. Das macht es natürlich nicht einfach, das passende Modell für sein Kind zu finden. Im Folgenden möchten wir dir ein paar wichtige Kriterien an die Hand geben, die vor dem Kauf eines Elektro Kindermotorrads geprüft werden sollten.

Geschwindigkeit

Die Maximalgeschwindigkeit des Motorrads sollte an das Alter und die Erfahrung des Kindes angepasst sein. Grundsätzlich eignet sich das Elektrorad bereits für Kinder ab 3 Jahren. Allerdings nur, wenn es nicht mehr als Schrittgeschwindigkeit fährt. Ein Pocketbike mit 35km/h wären für ein 3 Jähriges Kind logischerweise nicht ratsam.

Grundsätzlich gilt, dass unter 16 Jahren Geschwindigkeiten von 20km/h nicht überschritten werden sollten. Entweder kauft man sich ein Kindermotorrad, dass diese Geschwindigkeit aufgrund seiner Bauart und Konstruktion ohnehin nicht überschreiten kann, oder man holt sich ein Rad, dass sich drosseln lässt.

Maximalbelastung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Maximalbelastung des Kindermotorrads. Die sollte immer im Auge behalten werden, um etwaige Schäden am Motorrad zu vermeiden. Die Traglast soltle nicht überschritten werden. Aus diesem Grund ist es eventuell geschickter, direkt ein Modell mit etwas höherer Traglast anzuschaffen. Ein Kindermotorrad für Kleinkinder mit maximaler Traglast von 25kg, wird aufgrund des Kindeswachstums schnell obsolet werden.

Akkuleistung

Ein wichtiges Leistungskriterium ist die Performance des Akkus. Die Stärke und Qualität des Elektroakkus bestimmt die Nutzungsdauer. Es macht wenig Sinn, wenn der Akku bereits nach 10 Minuten Fahrzeit leer ist und wieder aufgeladen werden muss. Der Spaß würde da vollends auf der Strecke bleiben. Deshalb ist eine lange Akkudauer von Bedeutung. Die meisten Modelle erreichen ca. 60 – 120 Minuten Nutzungsdauer, was ein guter Anhaltspunkt ist und ausreichen sollte.

Fernsteuerung bei Modellen für Kleinkinder

Gerade bei kleineren Kindern ist der Sicherheitsaspekt besonders wichtig. Deshalb ist es von Vorteil, wenn sich das Elektro Kindermotorrad per Fernbedienung fremdsteuern lässt. So kann das Elternteil die Kontrolle übernehmen, falls das Kind einer Gefahrensituation zusteuert und in Panik gerät. Für Elektro Kinderräder für Kids im Schulalter, ist diese Funktion aber nicht mehr zwingend notwendig.

Kindermotorrad mit Benzinmotor

Das Benzin Kindermotorrad ist sozusagen die Königsklasse der Kindermotorräder. Der Nachteil beim Elektro Bike ist, dass es keinerlei Geräusche von sich gibt. Ein echtes Motorrad ist aber eben einfach laut. Mit dem Kindermotorrad mit Benzinmotor hat man genau dieses Feeling eines echten Motorrads, mit aufheulendem Motor.

Bei der Benzin-Variante, gibt’s es, wie bei de E-Kidbikes auch, entweder Pocketbikes oder Dirtbikes. Für ein Kindermotorrad mit Benzinmotor sollte das Kind schon etwas älter sein. Was in erster Linie auch daran liegt, dass Kindermotorräder mit Benzin in der Regel deutlich mehr Power aufweisen und dementsprechend höhere Endgeschwindigkeiten erreichen. Teilweise sind sogar über 50km/h drin.

Pocketbikes mit Benzinmotor können ab 6 Jahren bereits in Frage kommen. Allerdings nur, wenn das Kind schon etwas Erfahrung gesammelt hat, bestenfalls mit einem Elektro Kindermotorrad. Und auch sehr wichtig: Das Motorrad muss sich drosseln lassen, sodass es nicht mehr als 20km/h fährt. Fährt es nämlich schneller, wäre die Nutzung eigentlich erst ab 16 Jahren erlaubt.

Vor- und Nachteile Kindermotorrad mit Benzin

Vorteile

  • echtes Motorradfeeling durch lauten Motor
  • hoher Fahrspaß
  • ordentlich Power unter der Haube

Nachteile

  • deutlich kostenintensiver in der Haltung als die Elektro Variante
  • mehr Verschleißteile
  • evtl. Beschwerden durch Nachbaren aufgrund hoher Lautstärke

Das Benzingemisch

Der Motor eines Kindermotorrads mit Benzin ist in der Regel ein Zweitaktmotor. Der Motor verfügt über einen Vergaser, in dem das Benzingemisch verarbeitet wird. Das Besondere an dieser Art von Motor ist, dass ein spezielles Benzingemisch benötigt wird. Einfach nur normales Benzin genügt nicht! Zusätzlich zum Benzin muss sogenanntes Zweitaktöl untergemischt werden. Diese Art Gemisch gibt es in der Form leider nicht zu kaufen. Das heißt, man muss beide Komponente einzeln kaufen und selbst mischen.

Das optimale Mischverhältnis liegt irgendwo bei 1:40. Heißt: 25ml Zweitaktöl auf einen Liter Benzin.

Kindermotorrad – wichtiges Zubehör und Ausrüstung

Da ein Kindermotorrad nicht nur durch eigene Kraft, sondern durch einen Motor angetrieben wird, ist eine entsprechende Schutzausrüstung besonders wichtig. Ein Kinderhelm bzw. Sturzhelm für Dirtbikes ist absolut Pflicht. Ältere Kinder, die mit ihrem Dirtbike auf Motocrossstrecken oder im Gelände unterwegs sind, sollten zudem einen Brustpanzer tragen. Dieser schützt den Schulter- und Brustbereich und ist zudem meist zusätzlich mit Protektoren versehen. Ellbogen- und Knieschoner sind ebenfalls äußerst sinnvoll.

Wer auf ein Elektro Kindermotorrad setzt, sollte immer einen Ersatzakku zuhause haben. Die Lebensdauer von Elekroakkus werden zwar immer besser, dennoch geben sie irgendwann mal den Geist auf. Damit der Fahrspaß nicht unterbrochen wird, macht es Sinn, sich einen Reserveakku anzuschaffen. Dabei sollte man möglichst den gleichen Typ, wie im Motorrad verbauten Akkus, kaufen.

Fazit

Kindermotorräder sind klasse Fahrzeuge für Kinder, die enormen Spaß versprechen. Leidenschaftliche Hobby-Motorradfahrer können somit ihre Kleinen an ihr Lieblingshobby heranführen. Dabei gibt es kaum Altersbegrenzungen, für jede Altersgruppe gibt es mittlerweile das passende Kindermotorrad. Man sollte auch auf jeden Fall darauf achten, dass für das Alter entsprechende Kindermotorrad anzuschaffen. Bestenfalls startet man mit einem Motorrad Laufrad, hin zum Elektro Motorrad bis hin zum Vehikel mit Benzinmotor.